Neu: Fachpromotor Globales Lernen (Dekoloniale Bildung)

von Claudia Klatt

Fachpromotor Globales Lernen Kafalo Sékongo: Neuausrichtung der Stelle von „internationale Bildungspartnerschaften“ zu „Dekoloniale Bildung“

Der Ausdruck „Die Welt ist ein globales Dorf“ war noch nie so zutreffend wie heute. Die Bedeutung des Internets steigt und soziale Netzwerke verbreiten sich zunehmend. Bei der gemeinsamen Suche nach Lösungen für globale Herausforderungen im Hinblick auf eine gerechte und friedliche nachhaltige Entwicklung sind alle Akteur*innen dazu verpflichtet, miteinander zu kommunizieren und zu handeln. Allerdings sind sowohl die internationalen als auch die zwischenmenschlichen Beziehungen von Gedankengut und Strukturen geprägt, die bereits aus der Kolonialzeit stammen und Ungleichheiten und diskriminierende Strukturen reproduzieren und stärken. Es ist daher notwendig, unsere Denkweisen zu dekolonisieren, um Handlungen und Verhaltensweisen zu beenden, die die Menschenwürde verletzen. Die rassistische verbale Attacke der paraguayischen Senatorin Celeste Marilla gegen den französischen Fußballspieler Kylian Mbappé während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026, bei der sie ihn als Idioten bezeichnete, der nicht einmal schreiben gelernt habe; statt Muttermilch habe er Kokosnüsse gesaugt, ist nur eines von vielen Beispielen. Angesichts solcher Entgleisungen gibt es eine einzige Therapie: die dekoloniale Bildung.

Globale Herausforderungen fordern eine internationale Gesamtstrategie aller politischen und gesellschaftlichen Akteur*innen.

Bei der Implementierung dieser Strategie sowohl in der entwicklungspolitischen Inlandsarbeit als auch in der Baden-Württembergischen schulischen und außerschulischen Bildungslandschaft muss eine dekoloniale Bildungsarbeit stattfinden. Eine individuelle und kollektive Auseinandersetzung dazu, was „Dekolonialität“ bedeutet sowie eine Infragestellung von kolonialen Strukturen sind die unerlässlichen Bausteine einer gelingenden Zusammenarbeit mit dem Globalen Süden. Dies gilt für alle Bereiche der Zusammenarbeit: Soziales, Wirtschaft, Politik.

Das hat uns dazu bewogen, Kafalo Sékongos Stelle als Fachpromotor neu auszurichten. Sie wird den Schwerpunkt von „Internationale Bildungspartnerschaften“ hin zu „Dekoloniale Bildung“ Bildung verschieben.

Der Eine Welt-Fachpromotor für Globales Lernen mit dem Schwerpunkt dekoloniale Bildung berät, vernetzt, macht Workshops und Aufklärungsarbeit in Baden-Württemberg.

Er berät zu Landes- sowie Städtepartnerschaften mit dem Globalen Süden. Bildungspartnerschaften zwischen Baden-Württemberg und Ländern des Globalen Südens werden begleitet, um Begegnungen zu fördern, die kolonialen Vorurteilen bewusst begegnet und sie konstruktiv bearbeitet. Der Fachpromotor unterstützt dabei, die eigene Haltung und bestehende Denkmuster kritisch zu reflektieren, Netzwerke aufzubauen sowie gemeinsam Alternativen zu entwickeln, die allen zugutekommen.

Ob es um Kommunikation, Begegnungen, die Umsetzung von Projekten, die Erstellung von Unterrichtsmaterialien oder die Auswahl kleiner Geschenke für Ihre Gäste geht – der Fachpromotor Kafalo Sékongo steht Ihnen zur Seite und hilft Ihnen dabei, ihre internationalen Begegnungen sensibel zu gestalten.

Zu Kafalo Sékongos Kontaktdaten und weiteren Hinweisen zur neuen Stelle kommen Sie hier