LAK- Jahrestagung 2026: Save the date!!
GIVE PEACE A CHANCE! - Frieden lernen, gestalten, leben
Mo. 14.-Di, 15.12.2026
Landeszentrale für politische Bildung, Haus auf der Alb, Bad Urach
(Beginn am Mo. um 10:00, Ende am Di. nach dem Mittagessen)
Willkommen sind alle Bildungsaktiven aus formalen und non-formalen Bildungskontexten sowie alle Interessierte!
MEHR INFORMATIONEN BALD AN DIESER STELLE!
Rückblick 36. Jahrestagung 2025
DRANbleiben –
Solidarität leben, miteinander lernen, Widerstand wagen
Mo. 10.-Di, 11.11.2025
Landeszentrale für politische Bildung, Haus auf der Alb, Bad Urach
Die LAK-Jahrestagung widmete sich grundlegenden Fragestellungen nach einer zeitgemäßen und nachhaltigen Bildung im Kontext sozial-ökologisch-ökonomischer Transformation. Der Fokus lag dabei auf den Fragen: „Wie kann Solidarität und solidarisches Handeln in Zeiten zunehmender Entsolidarisierung gelingen? Was und wie können bzw. müssen wir hierfür miteinander und voneinander lernen und was gilt es dabei vielleicht auch zu verlernen? Wie kann Widerstand als Motor für eine demokratische Weltgestaltung vermehrt Eingang in unsere Bildungs-, Lern- und Erprobungsräume finden?
Dabei richtete sich der Blick auf drei unterschiedliche Ebenen: Der Erfahrungsaustausch mit sozialen Bewegungen aus dem Globalen Süden sollte den Blick auf den internationalen Kontext richten und es ermöglichen, aus den Erfahrungen dieser Bewegungen zu lernen. Ein weitere Schwerpunkt war dem Bereich der formalen (Schul)Bildung und den Kompetenzen gewidmet, die notwendig sind, um global solidarisch zu handeln und „Widerstand“ positiv zu konnotieren. Dabei stellte sich u.a. die Frage, welche Handlungsspielräume Lehrkräfte haben und nutzen und auf welche Weise sowie aus welchen Beweggründen Schüler*innen motiviert sind, aktiv zu werden.
Darüber hinaus diskutierten wir, wie Menschen, die sich als „Eine Welt“-Akteur*innen verstehen, ihrer Verantwortung gerecht werden und – ggf. im Widerstand - Gesellschaft und Politik mitzugestalten.
Über 40 Personen, vorwiegend Akteur*innen aus formaler und nonformaler Bildung und Zivilgesellschaft, nahmen teil.
Inputs trugen bei:
- Stephanie Handtmann von der Allianz Rechtssicherheit für politische Willensbildung („Rechte Angriffe auf die Zivilgesellschaft – nicht ins Bockshorn jagen lassen!“)
- Prof. Miriam Lang, Universität Quito („Widerstandsformen in Süd- und Mittelamerika -
was können wir lernen? Implikationen des Pacto EcoSocial e Intercultural del Sur“)
Es fanden drei Workshops statt (der vierte fiel leider aus):
1) Blick Global - Dekolonialität in der Bildung (Rocio Rueda Ortiz)
2) Blick Schule - Live-Chat mit Schulklasse aus Bolivien zum Thema der Tagung (Aldo Chipana) 3) Blick Politik und Akteur*innen - Solidarität für und im Aktivismus
(Antikapitalistisches Klimatreffen Tübingen TOAKT)
In einer FishBowl-Diskussion „Politischer und gesellschaftlicher Druck von Rechts. Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag“ diskutierten Njeri Kinyanjui (Stadträtin Reutlingen), Inga Clever (Stadt Gelsenkirchen) und Alina Böhm (EWNT Jena)
Darüber hinaus bereicherte Caren Niemann den Abend mit einer theaterpädagogischen Einheit zum Thema, die Fachpromotorin Gundula Büker informierte über Bildungspolitische Prozesse in Bund und Land und es gab viel Raum für Austausch und Vernetzung der Teilnehmenden.
Die Teilnehmenden gingen mit gemischten Gefühlen aus der Veranstaltung: Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigten, dass einige sehr bewegt von den Berichten der Inputgebenden waren, v.a. bzgl. der lokal und global immer sichtbarere werdenden „Shrinking Spaces“. Andere waren nachdenklich bzgl. ihres langjährigen Engagements in der entwicklugspolitischen Inlandsarbeit und stellten Fragen bzgl. der Wirksamkeit ihres Handelns, von denen aus Ihrer Sicht derzeit zu wenig spürbar ist. Viele gingen sehr gestärkt aus der Veranstaltung und meldeten zurück, dass die Informationen sehr wertvoll und der Austausch sehr motivierend wirkte, um mit einem „Dranbleiben – Jetzt erst recht“ wieder in ihre Wirkungskontexte zu gehen.
Rückblick 35. Jahrestagung 2024
JETZT ERST RECHT! Durchatmen und aktiv sein in der Bildung für Globale Gerechtigkeit
12.-13.Dezember 2024. Landeszentrale für politische Bildung, Haus auf der Alb, Hanner Steige 1, Bad Urach
In Zeiten immer sichtbarer und spürbarer werdender multipler Krisen und politischen Narrativen, die globale Ungleichheit zum Wohle weniger hinnehmen, sagten über 40 Bildungsaktive aus formalen und non-formalen Bildungskontexten sowie weitere Interessiertewir bei dieser Tagung „Jetzt erst recht!“. Wir nahmen uns Zeit zu Bestandsaufnahme, Verortung, und Stärkung unserer Arbeit uns unseres Engagements. Zum Einstieg schauten wir vor allem darauf, was die junge Generation beschäftigt und diskutierten dazu im interaktiven Format der Fish-Bowl. Die Workshops am Nachmittag bereicherten uns mit ganz konkreten Beispielen, Erfahrungen und Anregungen aus der Bildungspraxis. Abends öffnete die „DenkBar“ und lud zum weiteren Austausch und Beisammensein ein.
Nach einem Impuls von Klaus Seitz am Freitagvormittag arbeiteten wir auf Grundlage der "Kasseler Erklärung 2024: Globales Lernen & Bildung für nachhaltige Entwicklung strukturell stärken!" dazu, wie wir in unserem Engagement für Solidarität und Globale Gerechtigkeit weiter gestärkt vorgehen können. Wir schauten auch auf weitere aktuelle rahmengebende Strategiedokumente und Grundlagen unserer Arbeit (u.a. Dublin Declaration for Global Education, BNE 2030) und diskutierten ihre Rolle sowohl für unsere Praxis als auch für unser (politisches) Engagement zur Stärkung und Verankerung von Globalem Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Baden-Württemberg.
Weitere Informationen zum Programm gibt es hier.
RÜCKBLICK 34. Jahrestagung 2023
"FREIRÄUME für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung"
12.-13.Oktober, Landeszentrale für politische Bildung, Haus auf der Alb, Bad Urach
Visionen einer zukunftsfähigen und global gerechten Welt zu entwickeln heißt oft auch, das Gewohnte zu verlassen und neue Denk- und Aktionsräume zu betreten.
Die Tagung gab Impulse, auf welch unterschiedliche Arten Freiräume für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung entdeckt, geschaffen, genutzt werden können.
Im Einstiegsvortrag ging Jakob von Au unter anderem darauf ein, welche Ausgangs- und Anknüpfungspunkte BNE und Globales Lernen für das Draußenlernen im Sinne eines Lernens im Freien und in Freiräumen bieten. Es wurden innovative Interpretationsmöglichkeiten des Draußenlernens aus anderen Ländern vorgestellt, wissenschaftliche Ergebnisse skizziert und die Frage diskutiert, welche Chancen und Herausforderungen dieses Lernen auf und abseits von neuen Wegen mit sich bringen kann.
In Workshops warfen wir einen Blick auf die Praxis von der Kita bis zur Erwachsenenbildung mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten: den Beitrag von Bildungsreferent*innen in formalen und non-formalen Bildungskontexten, Bootstouren zu globalen Themen, internationale Begegnungen, die Auseinandersetzung mit kolonialer Vergangenheit und Kontinuität in Stadtrundgängen und in der Arbeit mit Denkmälern, dem Schaffen von Freiräumen in der schulischen Bildung, dem Lernen in und mit der Natur und mehr.
Darüber hinaus gingen wir in den Austausch zu politischen Rahmenbedingungen und unseren Anregungen und Wünschen mit Blick auf aktuelle (Bildungs-)politische Prozesse in Baden-Württemberg: Was nehmen wir mit? Was tragen wir weiter?
Und: Wir haben gefeiert, denn das Programm BtE (Bildung trifft Entwicklung) wurde 20 Jahre alt! Am Abend des 12. Oktober wurde dies gebührend begangen mit Musik, Tanz und Begegnungen mit Wegbegleiter:innen, Freund:innen und Referent:innen des Programms!
RÜCKBLICK 33. Jahrestagung 2022
Bildung.Wandel.Perspektiven. - Globales Lernen für eine gelingende Transformation
26. und 27. September 2022, Landeszentrale für Politische Bildung, Haus auf der Alb, Bad Urach
Globales Lernen als zeitgemäße Bildung für eine sozial-ökologische Transformation ist wichtiger denn je. Das wird derzeit vor allem mit Blick auf die Themen Klimagerechtigkeit und Frieden deutlich. Mit Inputs von Expert*innen, in Reflexions- und Aktionsräumen sowie Arbeitsgruppen warfen wir einen Blick darauf, was „Transformation“ im Kontext unserer Bildungsarbeit im Globalen Lernen bedeuten kann und was es braucht, um ein „Lernen für den Wandel“ zu ermöglichen. Den Rahmen bildeten dabei die fünf Handlungsfelder des Programms „BNE 2030“ der UNESCO: Politische Unterstützung, ganzheitliche Transformation von Lern- und Lehrumgebungen, Kompetenzentwicklung bei Lehrenden, Stärkung und Mobilisierung der Jugend und Förderung nachhaltiger Entwicklung auf lokaler Ebene. Unter Einbezug unterschiedlicher Perspektiven - schwerpunktmäßig aus dem Globalen Lernen/der Global Citizenship Education, der Friedensbildung und aus der Klimabewegung - näherten wir uns am ersten Tag sowohl auf übergreifender Ebene als auch mit ganz praktischen Beispielen und Anregungen für die Praxis dem Thema der Tagung an. Am zweiten Tag vertieften wir die Ergebnisse des Vortags im offenen Format eines Open Space weiter und erarbeiteten weitere Ideen, Fragestellungen und Handlungsmöglichkeiten für unsere Bildungskontexte. Viel Raum wurde für den informellen Austausch und das persönliche Wiedersehen und Beisammensein im Haus auf der Alb gegeben – Vor allem am Abend des ersten Tages, bereichert durch Musik und Tanz! Es nahmen rund 40 Personen aus den Bereichen Schule, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik/Verwaltung teil.
Die Tagungsdokumentation des LAK 2022 finden Sie hier.
Weitere Informationen:
Gundula Büker, gundula.bueker@epiz.de