Das Vernetzungstreffen der Bildungspartnerschaftsakteur*innen am 28.02.2026 im globalen Klassenzimmer im EPiZ-Reutlingen hat alle Erwartungen erfüllt. Die Teilnehmer*innen wiesen eine große Diversität auf! Von Afghanistan über Indien, Kenia und die Elfenbeinküste bis nach Deutschland waren Teilnehmende (TN) dabei. Sowohl hinsichtlich des Alters, des Berufs, der Interessen als auch der Partnerschaftserfahrung gab es Vielfalt.
Im theoretischen Teil hielt der Fachpromotor für Bildungspartnerschaften Kafalo Sékongo einen Vortrag darüber, wie man die Motivation in einer Nord-Süd-Partnerschaft aufrechterhalten kann. Dieser Vortrag wurde von den anwesenden TN sehr geschätzt, da er zeigte, dass es möglich ist, mit seinem Partner verschiedene Projekte zu durchzuführen, ohne unbedingt große Mittel einsetzen zu müssen. Es wurden mehrere Projektideen vorgestellt, darunter beispielsweise das Projekt des gemeinsamen Online-Kochens. Dies bringt junge Menschen näher zusammen und ermöglicht es ihnen, auf einfache und konkrete Weise voneinander zu lernen. Da Sprache dank des Einsatzes von KI keine bedeutende Barriere mehr darstellt, wird die Schulpartnerschaft für alle Schüler*innen zugänglich, unabhängig von ihren Fremdsprachenkenntnissen.
Die Referentin Nora Oehmichen überzeugte das Publikum, indem sie ihre langjährige praktische Erfahrung in der Begleitung von Schulpartnerschaften mit ihm teilte. Sie betonte, was ein*e Lehrende*r aus dem Norden durch die Teilnahme an einer solchen Partnerschaft gewinnen kann. Anhand ihrer eigenen Erfahrungen zeigte sie, wie dieser Zugang zu einer anderen Kultur ihr ein besseres Verständnis für Menschen aus fremden Kulturen ermöglicht und ihren Horizont erweitert hat. Ihre teilnehmenden Schüler*innen haben eine außergewöhnliche persönliche Entwicklung durchlaufen und engagieren sich teilweise auf politischer Ebene in ihrem Land. Vor einigen Jahren kandidierte eine ihrer Schülerinnen, die am Austausch mit Benin teilgenommen hatte, für die Grünen bei den Bundestagswahlen.
Während der beiden Kaffeepausen mit Häppchen und afghanisches Fingerfood nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, sich besser kennenzulernen und sich zu vernetzen, um in Kontakt zu bleiben. Es war ein sehr schönes, informatives und motivierendes Treffen, wie manche TN zurückmeldeten. Sie haben Lust ihre bestehende Schulpartnerschaften wieder zu beleben oder sich für eine neue Partnerschaft zu engagieren.
Kafalo Sékongo