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Müll als Lebensgrundlage    
     
  Iiiih, Müll! Wenn Du an Müll denkst, möchtest Du am liebsten gar nichts damit zu tun haben, stimmts? Und wenn Du dir jetzt auch noch vorstellst im Müll zu leben, dann hättest Du erst recht keine Lust darüber nachzudenken. Aber für viele Kinder in deinem Alter ist das Alltag. Während Du jeden Tag in die Schule gehst oder dich mit Freunden triffst, gibt es überall auf der Welt Kinder, die davon leben Müll zu sammeln und anschließend zu verkaufen. Ihre Familien leben oft auf oder direkt neben dem Müllberg, den andere Menschen erzeugt haben. Klar klingt das irgendwie komisch, aber für diese Familien ist das die einzige Möglichkeit sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Dabei werden sie von den Menschen, die nicht vom Müll leben müssen oft schlecht behandelt und abgelehnt. Sicher kannst du dir vorstellen, dass die Kinder auch gerne in die Schule gehen würden, anstatt den ganzen Tag im Müll rumzuwühlen. Deshalb gibt es viele Hilfsorganisationen, die sich dafür einsetzen, dass es diesen Kindern irgendwann auch einmal besser gehen wird und dabei setzen sie vor allem auf Schulbildung und Gesundheitsfürsorge. Was diese so genannten „Müllmenschen“ so besonders macht, ist die Tatsache, dass sie ganz nebenbei aktiven Umweltschutz betreiben. Sie trennen und verwerten den Müll anderer Leute und so können viele Dinge neu verwertet werden. Du kennst dieses System auch aus Deutschland, nur das hier die Müllmänner diesen Job für dich übernehmen.
Wenn Du in Zukunft deinen Joghurtbecher ausgelöffelt hast und ihn in den Gelben Sack werfen willst, kannst Du ja mal daran denken, dass irgendwo auf der Welt dafür gesorgt wird, dass Müll aufgewertet wird und der Kreislauf so von Neuem beginnt.