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Interkulturelle Schulpartnerschaften    
     
  Keine Frage, Lernen in weltweitem Kontext ist notwendig für alle, die sich in dieser Welt zurechtfinden und verantwortlich handeln wollen. Dies gilt für ein Kind aus einer Stadt in Kamerun ebenso wie aus einem kleinen Dorf auf der Schwäbischen Alb. Anschaulich, spannend, und direkt am Leben gestaltet sich das so beschriebene ‚Globale Lernen’, wenn Kinder und Jugendliche über Grenzen hinweg gemeinsam miteinander und voneinander lernen können.
Um solche Lernprozesse möglich zu machen, entstand 1998 eine Kooperation zwischen dem EPIZ (Entwicklungspädagogischen Informationszentrum) in Reutlingen, der PH Weingarten und dem RED (Réseau Ecole et Developpement), einem Netzwerk Schule und Entwicklung in West- und Zentralafrika. Seit 2003 ist die Regionale Bildungsstelle des DED in Reutlingen als Kooperationspartner hinzugekommen, denn zurückgekehrte Fachkräfte in Baden-Württemberg und Fachkräfte des DED in den afrikanischen Ländern sind kompetente Begleiter von interkulturellen Lernprozessen.
Einbezogen sind auf beiden Seiten Schulen, die pädagogisch neue Wege gehen, Umwelt- und Entwicklungsfragen als wichtig erachten und gern ihren landeskundlichen Horizont erweitern wollen. Das Ziel ist dabei nicht, finanzielle Hilfe vom Norden in den Süden fließen zu lassen und damit die üblichen Bilder vom bedürftigen Süden und dem reichen Norden zu transportieren, sondern vielmehr, möglichst viele Lernende und Unterrichtende partizipieren und in einen lebendigen Austausch miteinander treten zu lassen.
Alle Beteiligten einigten sich auf eine ideelle Basis, einem Leitbild mit vier zentralen Begriffen:
• Offenheit für die jeweils andere (Schul)kultur
• Gegenseitigkeit im Sinne von Augenhöhe
• Teilen bezogen auf das Wissen und das gemeinsame Engagement für die ‚Eine Welt’
• Selbstreflexion über die Kommunikationsprozesse

Die beteiligten Schulen und die begleitenden Organisationen füllen diese Ideen mit Leben: durch Briefe, E-Mails und ausgetauschte Kunstobjekte, das Lieblingsessen aus Pappmaché oder bemalte Stofffahnen.

Langfristig soll eine direkte Begegnung besonders zwischen den Kindern und Jugendlichen möglich werden. Bisher beschränkten sich die gegenseitigen Besuche auf pädagogische Berater und Lehrkräfte.


Wir suchen noch weitere deutsche Schulen und Kindergärten, die an einer Partnerschaft interessiert sind! Bitte melden unter: epiz@bildung-trifft-entwicklung.de

Aktuell sind ein Kindergarten und eine Grund-/Weiterführende Schule aus Ngaundéré, Kamerun an einer Partnerschaft interessiert. Auf Wunsch kann deren Profil auf Französisch zugemailt werden.



Folgende Schulen haben eine Partnerschaft miteinander
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Weiterführende Informationen zum Thema Nord-Süd-Partnerschaften finden sich in der Broschüre