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RED    
     
  Seit Mai des Jahres 1998 stehen wir in Kontakt mit
dem Réseau Ecole et Developpement -
Netzwerk Schule und Entwicklung in West- und
Zentralafrika.
Das Netzwerk wird von 14 protestantischen Kirchen
getragen, die in Westafrika insgesamt 1000
Primarschulen unterhalten.
Im Netzwerk treffen sich Lehrer/innen aus fünf
west- und zentralafrikanischen Ländern, darunter
Schulleiter und pädagogische Fachberater.

Gemeinsames Ziel ist es, die schulische Situation
in den beteiligten Ländern, vor dem Hintergrund
einer intensiven Beschäftigung mit der
Reformpädagogik, der Befreiungspädagogik und
den neueren Konzepten Globalen Lernens zu
verändern.

Das Projekt betreut im Moment 28 Pilotschulen mit
7000 Schüler/innen in Burkina Faso,
Elfenbeinküste, Benin, Togo, Kamerun und im Tschad und Gabun.
Weitere Schulen, auch katholische Schulen,
möchten in das Projekt aufgenommen werden.

Nach Ansicht des RED sind die Lernmethoden der
klassischen Schulen nicht geeignet, die Suche
nach neuer Entwicklung und Bildung zu
unterstützen. Die bisherigen Ansätze führen nicht
zum selbstständigen Arbeiten der Schüler/innen.
Außerdem werden die sozialen Bedürfnisse, die
kulturelle Identität der Schüler/innen und die
Arbeitslosigkeit als gesellschaftlichem Hintergrund
ignoriert.

 
Stattdessen sollen ganzheitliche Lernmethoden
erarbeitet und angewendet werden, um die
Schüler/innen frei, kreativ und selbstständig
zu machen. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit
des RED ist dabei die Entwicklung von Lehrmaterialien.
Es wurden bereits Lehrbücher und Arbeitshilfen zu
folgenden Themen erstellt:
  • Umweltschutz
  • Demokratie
  • Kinder- und Menschenrechte
  • landwirtschaftliche, handwerkliche
  • und künstlerische Erziehung
  • AIDS

Zur Befreiungspädagogik ist 1999
erschienen: Réseau Ecole et Développement (Hg.);
Correspondances, vers une pédagogie de
libération. - Yaounde, 1999

Um seine reformpädagogischen Ziele verfolgen zu
können, legt das Netzwerk sehr großen Wert auf
Lehreraus- und fortbildung an geeigneten
Hochschulen und Universitäten. Darüber hinaus ist
die Schaffung eines Lehrerausbildungszentrums
geplant, in dem neue Lehrer/innengenerationen
ausgebildet und Fortbildungskurse angeboten
werden können.

Das Netzwerk ist seit Beginn daran interessiert, sich
verstärkt nach außen zu öffnen und nach
europäischen Partnern zu suchen, die sie in ihrem
Bestreben nach Reformen unterstützen.
Die Arbeit des Netzwerkes wird seit 1988 von der
Evangelischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe
und dem französischen Außenministerium
finanziert.